Lot 9023 limit € 80
Grafitzeichnung auf bräunlichem Papier, WEIBLICHER AKT, stehende junge Frau den linken Arm zum Nacken geführt, rechts unten monogrammiert M B, im beigefarbenen Passepartout hinter Glas gerahmt, schlichte gerundete Eschenholzleiste, Altersspuren, u.a. min. fleckig, oben Reißzweckenlöchlein, das Blatt wurde für die Katalogisierung nicht ausgerahmt, Blattausschnitt ca. 35,5 x 19 cm, mit Rahmen ca. 51 x 34 cm, Provenienz: Privatsammlung Chemnitz, vormals direkt erworben bei der Künstlerin, 1912-16 Studium der Malerei und Plastik an der KHS Weimar, Studienreisen nach Norwegen und Frankreich, ab 1917 freischaffende Malerin in Weimar vorwiegend mit Akt-, Porträt- und Landschaftsmalerei, 1919 Heirat mit dem aus Norwegen stammenden Maler Erik Brandt, ab 1924 Studium am Staatlichen Bauhaus in Weimar und Dessau, Ausbildung in der Metallwerkstatt bei Moholy-Nagy und Christian Dell, ab 1927 Mitarbeiterin in der Metallwerkstatt, 1928/29 stellvertretende Leiterin ebd., 1929 Weggang vom Bauhaus, Mitarbeiterin im Architekturbüro Walter Gropius in Berlin, 1930-32 Leiterin der Entwurfsabteilung der Metallwarenfabrik Ruppelwerk Gotha, 1933 Rückkehr nach Chemnitz, freischaffend künstlerisch tätig, 1949-51 Dozentin an der Dresdener HS für Werkkunst unter dem Direktorat Mart Stams, 1951-54 Entwerferin für industrielle Gestaltung an der HS Berlin-Weißensee, ab 1954 Rückkehr nach Karl-Marx-Stadt/Chemnitz, Beschäftigung mit Malerei und Plastik, weiterhin wohnhaft in der elterlichen Wohnung auf dem Kassberg (dort heute Sitz der Marianne Brandt-Gesellschaft), ab 1977 im Altersheim in Kirchberg